Kurorte & Westböhmen
Karlsbad (Karlovy Vary)
Der größte und bekannteste tschechische Kurort, gegründet 1370 von Kaiser Karl IV. Das klassizistische Stadtbild im engen Tal der Teplá ist UNESCO-Welterbe (Teil der „Great Spa Towns of Europe", 2021).
- Kolonnaden — Mühlbrunnkolonnade, Sprudelkolonnade, Parkkolonnade mit den berühmten Thermalquellen
- Sprudel (Vřídlo) — 72°C heiße Quelle, die bis zu 12 m hoch schießt
- Grandhotel Pupp — Luxushotel mit prominenter Gästeliste (seit 1701)
- Diana-Turm — per Standseilbahn erreichbarer Aussichtsturm
- Das Internationale Filmfestival Karlsbad (KVIFF) findet jährlich im Juli statt
Typisch: die gebogene Porzellantrinkschale mit Schnabel zum Quellwasser-Trinken. Karlsbader Oblaten als Souvenir, Becherovka-Kräuterlikör als Spirituose.
Marienbad (Mariánské Lázně)
Der zweitgrößte Kurort Tschechiens, im frühen 19. Jahrhundert entstanden, ebenfalls UNESCO-Welterbe. Goethe und Edward VII. kurten hier. Mehr Park, weniger Trubel als Karlsbad.
- Singende Fontäne — musikalische Wasserspiele zu jeder ungeraden Stunde (Mai-Oktober)
- Zentrale Kolonnade — gusseiserner Prunkbau von 1889
- Zahlreiche Mineralquellen im Stadtgebiet, jede mit anderer Zusammensetzung
- Umgebende Kurwälder mit markierten Wanderwegen
Pilsen (Plzeň)
Die viertgrößte Stadt Tschechiens ist die Geburtsstadt des Pilsner Biers. 1842 wurde in der Bürgerbrauerei der helle, untergärige Lagerstil erfunden, der heute weltweit verbreitet ist.
- Pilsner Urquell Brauerei — umfangreiche Führungen inkl. historischer Gärkeller, Probe frisch aus dem Eichenfass
- St.-Bartholomäus-Kathedrale mit dem höchsten Kirchturm Tschechiens (102,6 m)
- Große Synagoge — drittgrößte Synagoge weltweit
- Brauereimuseum im historischen Keller
Pilsen war 2015 Kulturhauptstadt Europas — seitdem zahlreiche Industriehallen zu Kulturzentren umgebaut.
War dieses Kapitel hilfreich?
